Themenschwerpunkt: Ecuador
Unser aktueller Themenschwerpunkt zu Ecuador umfasst verschiedene Ressourcen aus den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit, Bibliothek und Redaktion.
In unserem Interview mit den Gäst:innen aus Ecuador konnten wir über deren vielfältige und interessante Arbeit mehr erfahren, sprachen über die unzureichende staatliche Unterstützung wenn es um Gewaltschutz von Frauen und Kindern in Ecuador geht und betrachteten die Arbeit von feministischen Bewegungen in Ecuador zu diesem Thema. Zum Abschluss des Gespräches redeten wir darüber, was es international bzw. aus Österreich braucht, um Wandel zu schaffen und Gewaltschutz von Frauen und Kindern in Ecuador zu stärken. Solidarität mit Organisationen vor Ort ist hierbei entscheidend.
Einige Ansätze dazu haben wir in diesem Themenschwerpunkt versammelt.
Im Juni konnten wir bei uns in der Frauen*solidarität drei Gäst:innen aus Ecuador empfangen, die auf unterschiedliche Arte und Weise mit Ihren Organisationen und Initiativen zu Gewaltschutz von Frauen und Kindern in Ecuador arbeiten:
Blanca Pacheco ist Direktorin der Fundación María Amor in Cuenca (gegründet 2004), einem Frauenhaus, das Frauen, die geschlechtsspezifische Gewalt erlebt haben, Schutz und Begleitung bietet.
Ruth Rosero ist Teil von CENIT (Centro Integral de la Niñez y Adolescencia), einer Organisation, die vulnerable Mädchen, Buben und Jugendliche und deren Familien, die auf den Straßen Quitos leben, mit einem ganzheitlichen Ansatz begleitet.
José Antonio Maeso lebt und arbeitet in Esmeraldas. Er ist Gefängnisseelsorger, leitet die lokale Caritas und koordinierte über Jahre die Friedensinitiative „Nación de Paz“.
Die neue Sichtbarkeit der Frauen
Cornelia Perle
Im April 2025 verpasste Luisa González bei den Präsidentschaftswahlen in Ecuador nur knapp den historischen Sieg. Mit der Wiederwahl des Präsidenten Daniel Noboa droht nun eine Demontage demokratischer Institutionen.
„Wir lassen uns von niemandem die Hose runterziehen“
Greta-Marie Becker
Können Menschen zugleich Mann und Frau
sein? Für europäische Staaten scheint das
kaum vorstellbar. Dass das anders gehen kann, zeigen Standpunkte ecuadorianischer Transpersonen.
Frauenschutzhäuser in Ecuador: Zivilgesellschaft im Kampf gegen Gewalt
65% aller Frauen in Ecuador sind von Gewalt betroffen. Das staatliche Gewaltschutzsystem existiert in der Theorie, funktioniert aber in der Praxis selten. Zivilgesellschaftliche Organisationen und Initiativen wie Casa Paula in Coca übernehmen die Aufgabe, den Opferschutz voranzutreiben und Angebote für Gewaltopfer bereitzustellen.
Frauenschutzhäuser in Ecuador: Zivilgesellschaft im Kampf gegen Gewalt
Im Gespräch mit:
Geraldina Guerra ist Frauen- und Menschenrechtsaktivistin und Präsidentin der Fundación ALDEA. Darüber hinaus vertritt sie das Nationale Netzwerk der Frauenhäuser und zählt zu den Verantwortlichen der Statistik zu Femiziden in Ecuador.
Inez Ramirez Maldonado, vertritt die Fundación Ayllu Huarmicuna und ist Gründerin und Leiterin des Frauenschutzhauses in Puerto Francisco de Orellana (El Coca) im ecuadorianischen Amazonasgebiet.
Sendungsgestaltung: Julia Wendy, Vanessa Zwieb
Mitarbeit: Elke Glassner, Andrea Wendy